Familienfeier
der Second@s

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20.00 Uhr, im Exil Zürich

ab 22:30 Uhr DJ OB ONE mit den Lieblingsliedern aus dem Familienarchiv

Wer sind wir, woher kommen wir, wohin gehen wir? Der Salon Bastarde ist eine postmigrantische Familienfeier, die genau diesen Fragen nachgeht. Ein wenig Late-Night-Show, ein wenig Dia- und Filmabend, ein wenig Familientalk, ein wenig Jamsession. Immer im Mittelpunkt: Geschichte und Zukunft der Second@s, Usländer und anderen Bastarden innerhalb der schweizerischen Gesellschaft.

„Ältere“ Second@s wie die Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji, die Nationalrätin Silbel Arslan oder der Spoken Word-Pionier Jurczok 1001 treffen auf eine jüngere Generation wie die Wortklangkünstlerin Amina Abdulkadir und die Rapper Dawill und Goran Vulović aka Milchmaa. Eingeladen und herzlich willkommen sind alle Menschen, die sich der Familie angehörig fühlen oder wissen wollen, wie es der Familie in – und mit – der Schweiz so geht.

Als Gastgeber durch den Abend führt Ugur Gültekin zusammen mit Kijan Espahangizi und Rohit Jain.

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AfroDrexcyia

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Longstreet Bar Zürich / Beginn 20.00 (Türöffnung 19.30)

Wie sind afrodiasporische Musik und politische Kämpfe verknüpft - global und lokal? Wie fühlt sich ein afrofuristischer Raum in Zürich an?

Ausgangspunkt für diese musikalisch-politische Erkundung: Sound und Mythos des legendären Detroiter Techno-Duos Drexciya. In Releases von 1992 bis 2002 erzählten Gerald Donald und James Marcel Stinson von einer verborgenen Spezies: Drexciyans – Unterwasserwesen, ausgerüstet mit partytreibenden, antirassistischen Schallwellentechnologien, hervorgegangen aus den Föten ihrer im transatlantischen Sklavenhandel über Bord geworfenen Mütter…

Der kaleidoskopische Abend verknüpft Musik und Migration, politische Geschichten und sonische Selbstentwürfe. Südafrika lenkt den Blick vom Atlantik auf den Indischen Ozean. Und queer-feministische Perspektiven of colour verschieben die Militaristik der drexciyanischen Parallelwelt. Ganz konkret geht es dabei um die Verortung afroschweizerischer Repräsentation und Erfahrung zwischen lokalem Migrationsuntergrund und globaler Diaspora.

Internationale Gäste sind DJ Stix/Sinethemba Twalo aus Johannesburg und DJ Lag aus Durban. Als Mitbegründer des Durban Minimal House-Stils Gqom entwickelt DJ Lag auf Einladung ein eigenes Drexciya-Set.

* Im Rahmen von «Afro Drexcyia» eröffnet Tim Zulauf die Serie «Liner Note Readings», die Sally Schonfeldt und Anna Frei für OOR Saloon entwickelt haben. Darin entwickeln Denker*innen und Künstler_innen ausgehend von einem Album Sonic Lectures.

20–22 UHR Salongespräche und Sonic Lectures

TIM ZULAUF (CH/DE): «My Sonic Biography. Drexciya’s Neptune's Lair », Liner Note Reading* (deutsch/english)

SINETHEMBA TWALO (SA): «A Cantankerous Dirge: From this place to (else)where?», Sonic Lecture (english)

YVONNE WILLHELM/KNOWBOTIQ (CH/DE): «Drexciya or Becoming Transparent, Translucent, Transmaterial», Performative Lecture

BLA*SH (CH): «Black Her*Sounds. Afrofeminist Memories and Reflections»

Mr. MANSTER (KEN/CH): «Black Underground Diaries Between Facts and Fiction», Performance (deutsch/english)

DJ LAG (SA, Black Major): «Remixing Drexciya From a GQOM/Durban Perspective», Sound Listening Set

22–02 UHR PARTY

DJ STIX (SA) & FRED HYSTÈRE (CH) «Cosmic Soundlayerings/Otherworldly Patterns & Underwater Dub-Tekks»

DJ LAG (SA, Black Major) «GQOM – Durban House»

DJ Fez Momo (CH) «From (Dys)Functional Club Music to Turkish Love Songs»

Zusammen mit www.oor-rec.ch/www.facebook.com/NetzwerkBlackShe

Mit freundlichem Support von KMUProduktionen und Stadt Zürich Kultur und „Integrationsförderung".

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Alles hat seine Grenze

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Salon Bastarde goes Agglo! –

Wer darf sich frei bewegen auf den Fluren und Wiesen des Kantons? Wer darf die Badi frei wählen, ins Theater gehen, auf der Langstrasse ein Bier trinken? Nicht alle Menschen bewegen sich frei im weltoffenen Zürich.

Deshalb begeben wir uns am 14. Mai auf eine Grenzexpedition nach Uster. Gemeinsam mit dem Bündnis „Wo Unrecht zu Recht wird…“ machen wir auf die unhaltbare Situation der Menschen in den Zürcher Notunterkünften aufmerksam. Denn sie leben…

…EINGEGRENZT IN USTER !!!

60 PERSONEN LEBEN IN EINEM UNTERIRDISCHEN ZIVILSCHUTZBUNKER // AM WALDRAND // NEBEN DER AUTOBAHN // UNTER EINEM SCHIESSSTAND // MIT 8.50 FRANKEN AM TAG // UND REGELMÄSSIGEN POLIZEI- UND PRÄSENZKONTROLLEN

Wir wollen erkunden, aufzeigen und beklagen, wie es um die Lebensräume und Grenzregime in Metropole und Agglo bestellt ist. Wir wollen Grenzen aufsuchen, erfahrbar machen, übertreten. Immer mit dabei der Bastard* und seine Geschwister: Grenzgänger*innen, Mischlinge*, Flüchtlinge*, Zigeuner*innen, Kosmopolit*innen, etc.

Ab 12.00: Aktionstag im Stadt Park Uster mit INFOCAFÉ / KUNSTAKTIONEN / WORKSHOPS für die gesamte Bevölkerung aus der Zürcher Grenzregion. Genaues Programm

Ab 18 Uhr lädt der SALON BASTARDE ins Café des Jungendzentrums frjz (Zürichstrasse 30, Uster). Bei Essen, Musik und kritisch-karnevalesken Grenzreden tauscht sich die am Tag versammelte Vielheit über ihre Grenzerfahrungen aus und lernt sich als bastardische Gemeinschaft neu kennen.

In Zusammenarbeit mit der Autonomen Schule Zürich (ASZ), dem Bündnis „Wo Unrecht zu Recht wird…“, Roma Jam Session Art Kollektiv, Experi Theater &&&

Weitere Informationen:
www.wo-unrecht-zu-recht-wird.ch

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AfroDrexciya
Vol. II

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Ort und Zeit folgen (check Facebook „Salon Bastarde“ for updates).

Die zweiteilige Reihe „Soundmythen“ erkundet neue Erzählpfade und Klangräume, ausgehend von Sound und Mythos der Detroiter Techno-Legende Drexcyia. Unter diesem Kryptonym erschufen Gerald Donald und James Marcel Stinson in Releases zwischen 1992 und 2002 die Zukunft einer neuen Spezies. Diese sei hervorgegangen aus Föten, die beim Transatlantikhandel in den Bäuchen ihrer zu Tode versklavten Mütter über Bord geworfenen wurden.

Der zweite Abend zu Afrodrexciya in Zürich remixt die Debatten und Erfahrungen des ersten Abends elegant weiter und ver-rückt die weisse Schweiz noch mehr. Sound- und Erzählbeispiele werden verbunden mit biographischen Erfahrungsberichten von Afroschweizer*innen und Archivmaterial. Internationaler Gast ist Afrikan Sciences – US-American polyrythms meet South-African reflections.

Veranstaltet von KMUProduktionen und Oor Records.

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Reframing
Riots

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Ort und Zeit folgen (check Facebook „Salon Bastarde“ for updates).

Wie sieht die Geschichte und Zukunft der Schweiz aus der Perspektive von London, Kampala oder Mumbai aus? In einem imaginären Wohnzimmer treffen sich drei Freunde aus der südasiatischen Diaspora und erzählen sich Geschichten aus Ihrem Leben. Eingelassen in diesen stream of consciousness sind widerständige, sehnsüchtige und ekstatische Sounds, die diese Geschichten mit Leben erfüllen, mit Nostalgie und Utopie.

Gandhi trifft auf Idi Amin und Stuart Hall, Black Uhuru auf Asian Dub Foundation und die Beatles, Reggae auf Asian Underground und Qawwali.

Zu ihnen gesellen sich die Stimmen und Klänge von Freund*innen, Bekannten und Menschen aus dem Publikum, die das globale Archiv von Geschichten, Kämpfen, Sounds und Emotionen weiterfüllen. Wohin führt diese experimentelle Reise durch Raum und Zeit?

Mit Said Adrus (Künstler aus London und Burgdorf), Rohit Jain (Ethnograph und Aktivist aus Bern und Zürich), Robin Bhattacharya (Künstler aus Zürich).

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White Space /
Safe Space

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Wer darf öffentlich wie über wen sprechen? Und spricht es sich anders unter sich? Ab Herbst organisiert der Salon Bastarde monatlich einen Rassismusstammtisch. Der Stammtisch trägt dem Bedürfnis nach niederschwelligen Diskussionen und Versammlungen von Persons of Color und „Bioschweizer*innen“ Rechnung, ohne Angst und ehrlich über Rassismus sprechen zu können. Dieser geschützte Raum bietet die transformative Möglichkeit, emotionale Debatten über Political Correctness, Rassismus und Repräsentation in einem vertrauten und trotzdem öffentlichen Rahmen zu führen.

Eingeladen sind Menschen mit Migrationshintergrund und/oder of Color sowie verbündete, solidarische und interessierte Bastard*innen.

Interessiert? Kommt an die Salons and get in touch...

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